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Gerhard Richter Painting: Synopsis

Gerhard Richter gehört seit nahezu fünf Jahrzehnten zu den international bedeutendsten Künstlern. Der Filmemacherin Corinna Belz öffnete der medienscheue Maler sein Atelier, wo er im Sommer 2009 an einer Serie großer abstrakter Bilder arbeitete. GERHARD RICHTER PAINTING gewährt einmalige Einblicke in die Entstehung dieser Bilder und die Arbeit des Künstlers.

Schon in den ersten Einstellungen führt uns der Film mitten hinein in die hellen, gut abgeschirmten Arbeitsräume von Richters Kölner Atelier. Wir sehen, wie Richter malt, wie er seine Bilder betrachtet und beurteilt, wie er überlegt, abwartet, verwirft, überarbeitet, manchmal auch zerstört und neu beginnt.

„Malen ist eine andere Form des Denkens,“ hat Richter schon früh gesagt. Der Film nimmt diese Prämisse ernst. In hoch konzentrierten Einstellungen lässt er uns an einem sehr persönlichen, spannungsgeladenen Schaffensprozess teilhaben, vom ersten Farbauftrag über zahllose Bearbeitungen und Übermalungen bis hin zum letzten, entscheidenden Stadium, in dem die Bilder sich behaupten und Richters kritischem Blick standhalten müssen. Es ist ein ruhiger, dabei höchst aufgeladener Prozess von Aktion und Reflektion, angetrieben von jahrelanger Erfahrung und geprägt von intensiver physischer Präsenz.

„Schwer zu sagen. Könnte besser sein“, bemerkt Gerhard Richter einmal zu einem ersten Farbauftrag. Wir werden einbezogen durch seine trockenen Kommentare, die nicht nur hart errungene Einsichten in das Leben und die Kunst offenbaren, sondern ebenso lakonischen Humor und seine Fähigkeit, sich selbst ebenso in Frage zu stellen wie das Geschehen vor und hinter der Kamera.

1932 geboren, wuchs Richter in der Nähe von Dresden unter der nationalsozialistischen Herrschaft auf, lebte dann 16 Jahre im real-existierenden Sozialismus der DDR und ging 1961 wenige Monate vor dem Mauerbau in den Westen. Seine fundamentale Skepsis gegenüber allen Ideologien und Glaubenssystemen hat er sich erhalten. „Ich möchte wissen, was los ist,“ hat er einmal als Grund für seine Malerei genannt. Es geht Richter darum, immer wieder neue Perspektiven zu finden, das Bild von der Welt zu überprüfen, das am Ende in jedem einzelnen Gemälde aufscheint.

Der Film zeigt den Künstler mit seinen Assistenten Norbert Arns und Hubert Becker bei den Vorbereitungen zu Ausstellungen in Köln, London, New York sowie in Arbeitsgesprächen mit seiner New Yorker Galeristin Marian Goodman und dem Kunsthistoriker Benjamin H.D. Buchloh.

Im Zentrum aber steht der Dialog mit den Bildern. Indem wir schauend daran teilnehmen, lässt uns Corinna Belz in ihrem klugen, aufmerksamen Film den vielschichtigen Vorgängen künstlerischen Schaffens näher kommen. Der Blick auf die Leinwand erweitert und verändert sich. Die Bilder selbst werden zu Protagonisten. Eine andere Form des Denkens setzt sein.

GERHARD RICHTER PAINTING ist das eindringliche Porträt eines Künstlers bei der Arbeit – und ein faszinierender Film über das Sehen selbst.

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